Neues Pivot Firebird 2022 im Test: Das Pivot Firebird geht in die fünfte Generation: Das Bike positioniert sich als reinrassiges Race-Enduro, was sich durch die aggressivere Geometrie, 165 mm Federweg und die Option auf einen Coil-Dämpfer zeigt. Dazu gibt es mit der Größe mitwachsende Kettenstreben und viele interessante Details am Rahmen. Ich habe das Bike für MTB-News getestet – hier die Fotos und das Video zum neuen Bike, den kompletten Testbericht gibt es auf MTB-News.de.

In der Enduro World Series war es bereits unterwegs, nun erblickt es ganz offiziell das Licht der Enduro-Welt – das neue Pivot Firebird bietet 170 / 165 mm Federweg, eine aggressivere Geometrie und Platz für eine Trinkflasche im Rahmen
Der Lenkwinkel lässt sich per Fip Chip um 0,6° steiler einstellen – dabei wird auch der Sitzwinkel um 0,5° steiler und die Tretlagerhöhe wächst von 354 mm auf 360 mm
Der Rahmen bietet Platz für ein Fox LIVE Fahrwerk und das Pivot Tool Dock System …
… zudem ist er gut gegen Steinschlag von unten geschützt
Das Pivot Cable Port System garantiert eine einfache, ordentliche und klapperfreie Zugverlegung im Rahmen
Der Rahmen ist im Bereich der Kettenstrebe gut geschützt …
… was für ein angenehm leises Verhalten auf den Trails sorgt.
Die Geometrie fällt deutlich progressiver aus als beim Vorgänger, sodass das neue Pivot Firebird vor allem für Enduro-Rennfahrer interessant sein dürfte – durch die Verstellmöglichkeit per Flip-Chip und den antriebsneutralen Hinterbau ist das Bike aber auch ein starker Allrounder.
Die steife Fox 38 an der Front bietet 170 mm Federweg und harmoniert perfekt mit dem …
… Fox DHX2 Stahlfederdämpfer, der die 165 mm Federweg am Heck verwaltet
Das Shimano XTR Schaltwerk garantiert knackige Schaltvorgänge und überzeugte im Test mit sorgloser Funktion.
Das Cockpit wirkt dank des Pivot Cable Port Systems sehr aufgeräumt – die Basis bildet ein Phoenix Team Low Rise Carbon Lenker mit 800 mm Breite.
Die Shimano XT Trail Bremsanlage passt mit ihrer Power gut zum Enduro. Auch die Ergonomie der Hebel überzeugt.
Für Grip sorgt eine Kombination aus Maxxis Minion DHF und Maxxis Minion DHR II mit EXO+ Karkasse, die auf DT Swiss XM 1700 Spline Laufrädern aufgezogen sind
Der dw-Link Hinterbau bleibt unter Antriebseinflüssen wie gewohnt sehr ruhig. – Bei langen Uphills, in denen auch mal in den Wiegetritt wechselt, kann man den Climb Switch am Fox DHX2 betätigen, um zusätzlich für Ruhe zu sorgen.
Der steile Sitzwinkel trägt zur angenehmen Sitzposition bei und sorgt für ordentlich Druck auf dem Pedal.
In technisch anspruchsvollen Anstiegen profitiert man vom sensiblen Ansprechverhalten des Hinterbaus, der stets massig Grip garantiert.
Dank der zentralen Gewichtsverteilung fühlt man sich stets sicher auf dem Rad – daher hält man gerne mit Vollgas in Kurven und lotet den Grenzbereich aus
Doch das Firebird ist kein Racebike, das nur stur bei Vollgas funktioniert – es lädt stets zum Spielen ein und liegt handlich in der Luft
Bei Scrubs und Vollgas-Action hat man auf dem Rad ebenso viel Freude …
… wie auf verspielten Jumptrails
Auch große Schläge steckt der Hinterbau dank ordentlich Progression problemlos und komfortabel weg.
Auf anspruchsvollen Trails, bei denen es richtig zur Sache geht, läuft das Racebike zur Höchstform auf.
In Stein- und Wurzelfeldern bietet das Fahrwerk dank des sensiblen Ansprechverhaltens viel Komfort …
… trotzdem gibt es noch genügend Feedback vom Untergrund und reagiert prompt auf Input vom Fahrer
Das ist vor allem in Situationen von Vorteil, in denen man sich entscheidet doch noch schnell die nächste Wurzel als Absprung zu nutzen
Maxxis EXO+ Karkasse – Die Maxxis Reifen überzeugen mit massig Grip. Für die normale Enduro-Runde ist die Pannensicherheit auch definitiv ausreichend. Bei einem Bikepark-Ausflug oder im Renneinsatz kann es sich jedoch lohnen, auf Reifen mit Downhill-Karkasse zu setzen.
Shimano XT Trail Bremsen – Die Bremsanlage überzeugt mit ordentlich Power und einer ergonomischen Bedienung. Auf längeren Abfahrten fiel uns jedoch teilweise ein leicht nach außen wandernder Druckpunkt auf.
Durchdachte Rahmendetails – Vom Rahmenschutz über die Zugverlegung bis zu den kleinen Details wie dem Pivot Tool Dock System – es begeistert einfach wie durchdacht das Gesamtkonzept hier ist.
Flexibilität beim Aufbau – Verschiedenste Ausstattungsvarianten vom Luftfahrwerk über Coil bis hin zu Fox LIVE lassen keine Wünsche offen. Dazu lässt sich die Geometrie per Flip-Chip anpassen. Erhältlich ist das Firebird ab Werk zwar nur als 29″ Komplettrad, jedoch lässt es sich ohne Probleme auch als Mullet oder sogar komplett mit 27,5″ Laufrädern aufbauen. Top!
Reifenfreiheit – Pivot kommt zwar aus dem trockenen US-Bundesstaat Arizona, in Sachen Reifenfreiheit lassen sie sich jedoch nicht lumpen.
Platz für große Trinkflasche – Für viele Enduro-Piloten war beim Vorgänger ein echter Minuspunkt, dass eine Trinkflasche im Rahmendreieck keinen Platz hatte. Dieser Punkt wurde jetzt behoben und sogar eine große Trinkflasche findet problemlos Platz.
Mit dem neuen Firebird ist Pivot eine starke fünfte Generation des Enduros gelungen, das jetzt noch stärker auf den Race-Einsatz getrimmt ist. – Das Bike punktet mit einem extrem starken Fahrwerk und einer ausgewogenen Geometrie, die eine hohe Laufruhe mit sich bringt. Dabei hat es Pivot trotzdem geschafft, den agilen Charakter des Vorgängers zu erhalten, was sich durch ein direktes Ansprechen auf Input des Fahrers zeigt und viel Fahrspaß garantiert
Neues Pivot Firebird 2022 im Test: Enduro-Feuervogel mit Trinkflaschen-Upgrade

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